Wohin geht die Gesellschaft III und TTIP


Das Thema wird schön langsam vermehrt diskutiert, aber noch sehr verborgen. Politiker sind dafür noch zu sehr mit anderen Themengebieten beschäftigt. Bei Frau Stöckl, diese Woche am 26. Nov. gab es u.a Diskussion auch über den Fakt, man kann sagen Wirtschaft 4.0. Was ist wenn die Arbeitsplätze wegbrechen.

Herr Rabl hat darüber ein Buch geschrieben, was sie aber zum Teil bei mir schon nachlesen können. Der Philosoph hat einen sehr schönen Überblick gegeben seit der Antike und , was mir sehr einleuchtend erschien, wie Kinder erst nach einiger Lebenszeit Emphatie für Andere entwickeln. Ein sehr weit gebildeter zu respektierender Herr. Aber die Runde war wirklich gut besetzt, auch wenn ich nicht Alle anführe.

Ich möchte einen Zusammenhang zu TTIP herstellen. Aber sie können auch NAFTA, CETA oder TPP heranziehen. Die Auswirkungen von NAFTA speziell im Mexiko, aber auch in Detroit sind ja grauslich. Alle diese Verträge dienen nur dazu die Umverteilung von unten nach oben zu verstärken.

Frau Malmström: Ich weiss ja nicht ob es eine Präambel zu TTIP gibt, da geheim verhandelt wird. Damit erscheinen die Verhandlungen sehr verdächtig, dass sie uns da was Schreckliches  hineindrücken wollen,.

Ich fordere sie auf folgendes in einer  Präambel zu festzuhalten.

TTIP dient dem Gemeinwohl aller Menschen in den teilnehmenden Ländern und muss jährlich nachgewiesen werden.

Zur Messung soll der GINI Koeffizient herangezogen werden. Dieser wird in der EU ohnehin jährlich berichtet und ist in Europa zwar bedenklich groß, aber viel besser im Vergleich zu den USA.

Damit soll die Umverteilung umgekehrt werden, indem das Gemeinwohl im Vordergrund steht.

Zur Erklärung: Diese Messzahl ist ein objektiver Wert über die Verteilung der Einkommen und Vermögen. Leider wird er von weiten Kreisen bis in die Regierungen nicht verwendet, da etwas kompliziert und man einfacher, unverbindlich sagen kann: Die Schere der Gehälter ist weiter aufgegangen. Das versteht zwar jeder, aber es ist kein messbarer Wert.

Es gibt in meinem Blog schon mehrere Beiträge, auch zu TTIP und zur Gesellschaftsentwicklung. Wenn es keine Fortschritte gibt, wird es  Aufstände geben, die ich jetzt schon voraussehe.

Also, wenn TTIP eine Präambel in meinem Sinn erhält und auch meine sonstigen Einwände zufriedenstellend gelöst werden, werde ich mit TTIP zufrieden sein.

TTIP MUSS dem Gemeinwohl dienen, ansonst ist es abzulehnen.

 

Das letzte Hemd hat keine Tasche


Die österreichische Tageszeitung KURIER publizierte heute diese kurze Notiz: Das Bild ist aus der Onlineausgabe.
85er

Ich kann selbst die Meldung von OXFAM nicht prüfen. Es ist jedenfalls unglaublich.
Was treibt jemand an, so etwas bewusst zuzulassen?
Macht und Geld sind die vermutlichen Haupttreiber.

Natürlich soll Leistung honoriert werden.
Natürlich will jeder gut leben.
Natürlich sind die Chancen ungleich verteilt.
Natürlich will ich nicht den Kommunismus.
Natürlich gibt es auch Schmarotzer.
Natürlich ist man nur begrenzt „frei“.
Natürlich ist der Zugang zu Bildung extrem wichtig.

Das Umfeld ist groß.
Es gibt eine Reihe meiner Blogs die zu diesem Thema passen.
Geld, hier finden die die Lorenzkurve, etwas schwierig, wenn man sie das erste mal sieht. Sie drückt jedoch hervorragend augenscheinlich die Vermögensverteilung aus. Aus der Lorenzkurve lässt sich dann der Ginikoeffizient errechnen, der eine objektive Zahl und nicht weiche Umschreibungen als Ergebnis liefert Finanzmarkt, Regeln,

Die Eliten der Welt sollte ihr Verhaltensmuster überdenken.
Dieses Muster ist nicht auf die Wohlfahrt der weniger Privilegierten ausgerichtet.
Herr Bill Gates und seine Kollegen, die bei seiner Aktion mitmachen, seien ausdrücklich ausgenommen. Ich ziehe den Hut.

Nochmals: Ihr könnt nichts davon mitnehmen, gar nichts.
ABSOLUT NICHTS!

Wollt ihr Anarchie? Mein erster Blog sollte Euch zu Denken geben.
Gebt die alten Paradigmen auf!

Ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung


Jeder merkt es und die Diskussion in der Bevölkerung ist da.
Es wird zwar derzeit nur über die hohen Einkommen von Bankern, deren Boni, Ackermann, Winterkorn, der sich sogar so etwas wie zu schämen beginnt -ob er das nur für die Leute tut?- und viele andere, gehadert. Als, für mich obskures, Beispiel fällt mir noch Steinbrück in Deutschland ein. Der will Macht und Geld. Macht alleine ist ihm zu wenig. Soll er doch in die Privatwirtschaft gehen, wenn ihm die Politik zu wenig Geld bringt.

Nun, was bedeutet das? Es bedroht den sozialen Frieden in der EU.

In Russland wird, wer sich besonders arg aufführt wenigstens eingesperrt: Chodorkowsky. Andere verlassen das Land und kaufen sich z.B. einen Fussballclub.

In den USA ist alles sehr merkwürdig und ich verstehe es nicht. Jeder hofft das Tellerwäschermärchen nachzumachen. Also sucht jeder den Fehler bei sich, der es nicht schafft. Aber Menschen sind nun einmal verschieden und von der Natur unterschiedlich ausgestattet. Obwohl die USA Gott in der Verfassung haben ist es doch der reine Egoismus, bis auf wenige Ausnahmeorganisationen und Ausspeisungen, der dort regiert.
Bei Wahlen, wie zuletzt, kommt abwertend heraus, dass Obama gar ein Sozialist sein könnte!
Also von Nächstenliebe in der Politik in geringstem Erscheinungsbild keine Rede. Die Mehrzahl der Bürger in den Staaten honorieren dieses Verhalten sicher nicht. Hoffentlich ändern sich die Mächtigen … wann?

Was sollte also das Ziel der Politik in der Welt sein. Österreich könnte ein guter Beginner für das Folgende sein.

Die Regierung muss jedes Jahr darstellen, ob sie die Schere der Einkommens- und Vermögensverteilung etwas schließen konnte.
Am besten eignet sich, meiner Meinung nach, der Gini-Koeffizient dazu. Es ist eine einfache Zahl zwischen 0 und 1 oder wenn man will von 0 bis 100.
Der Erfinder dieses Wertes ist der Statistiker Corrado Gini.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient
NULL bedeutet: Alle verdienen das Gleiche. So was will sicher keiner, obwohl es die Basisidee des Kommunimus war, die dort nicht realisiert werden konnte und scheiterte.
100 bedeutet: Nur einer verdient ALLES und alle Anderen nichts. Was ja utopisch anmutet.
Also irgendwo zwischen Null und 100 wird wohl der Wert liegen, der sozialen Frieden und Zufriedenheit in einem Land bewirkt. Natürlich sind noch andere Parameter ausschlaggebend, aber wir bleiben jetzt nur beim Einkommen und Vermögen.
Die Entwicklung des Gini-Koeffizienten wird übrigens von Eurostat jährlich dargestellt. Der sollte viel mehr Aufmerksamkeit erhalten. Es zeigt sich, dass die Schere aufgeht und sich nicht schließt. Und das dargestellt als einfache Zahl!
http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=ilc_di12&lang=de

Den nachfolgenden Teil müssen sie nicht lesen, aber gut für das Verständnis wäre es schon.

Jetzt ist der passende Augenblick gekommen um den Gini-Koeffizient ein wenig zu erklären und die Berechnung zu zeigen. Es reicht Volksschulniveau.
Wenn sie andere Quellen benutzen wollen, so wird es komplizierter dargestellt, da man zeigen kann, wie gut man ist.

Im der österr. Tageszeitung Kurier ist am 8-Feb. 2013 eine kleine Grafik veröffentlicht worden, die ich als Datenbasis zitieren möchte.Vermoegen_Aut 50% der österr. Haushalte, ich nehme an wir haben ca. 4 mio davon, haben nur ein Vermögen von18486 Euro, usw. Aus diesen Daten macht man nun eine kleine Tabelle und multipliziert die Werte mit der Anzahl der Haushalte. Dann werden diese Werte grafisch dargestellt.
Das ergibt zunächst die Lorenzkurve.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz-Kurve

Kurier/APA Daten___Haushalte___Vermögen/Gruppe__Vermögen_summiert
________________________________________________________________
50%_____18486______2000000______37 Milliarden______37
30%____177723______1200000_____213______________250 (213+37)
15%____497461_______600000_____298______________548 (250+298)
5%____2571464_______200000_____515_____________1063 (548+515)
Man kann jetzt schon sehen, dass das Gesamtvermögen in Österreich bei ca. 1000 Milliarden Euro liegt und dass 5% der Haushalte den größten Vermögensanteil haben. Das zeigt deutlicher „wo es lang geht“. Natürlich ist die Gewinnung der Aussage schwieriger als eine normale Tortengrafik. Es folgt jetzt obige Tabelle als Grafik. Das ist, denke ich, der Grund warum der Gini-Koeffizient nicht populärer ist.

Gini_Austria_Vermoegen

Das Ziel der Politik sollte sein die Wohlfahrt der kleinen Leute zu mehren.
Die Reichen kommen schon von selbst zurecht!

Es sollte jedes Jahr bei der Budgetrede dieser Gini-Koeffizient genannt und diskutiert werden. Er ist ein quantifizierbarer Wert der statt dem Ausdruck „die Schere ist weiter aufgegangen“ verwendet werden sollte. Aber da dies schwierige Arbeit ist, werden die Politiker dies tunlichst vermeiden und wir sollten nach solchen Ausschau halten die das gerne übernehmen wollen!

Ich habe jetzt eine Petition bei Avaaz gestartet
http://www.avaaz.org/de/petition/Die_Einkommensverteilung_in_der_EU_von_ARM_nach_REICH_umdrehen/?launch
um eine Verbesserung, zumindest vorerst in der EU zu erreichen.
Aber es läuft nicht gut.
Ich bitte deshalb alle, die diesen Beitrag lesen, mir bei der Petition zu helfen.
um zunächst eine Initialzündung von 100 Unterzeichnern zu erzielen.
Bitte unterzeichnen sie auch!