Ultimate Gründe TTIP abzulehnen


Neben den kulturellen und daraus folgenden negativen ökonomischen Folgen für die EU gibt es eine weitere Reihe von Kontra’s.

Eine kleine Geschichte zur Erläuterung.
Bei Philips war es üblich, vor einer Promotion Leute etwas intensiver, in Geschäftsdingen auszubilden.
Einer meiner späteren Direktoren erzählte mir davon. Es gab 2 Gruppen, die miteinander in Geschäftsbeziehungen traten. Die eine Gruppe verlor immer.
Am Ende wurde ihnen erklärt, dass jene Gruppe, die immer gewann, größere finanzielle Ressourcen zur Verfügung hatten.
Die Lehre für die Teilnehmer aus dem Kurs:

Der Stärkere gewinnt immer!

Dahinter steht der Wunsch nach Sicherheit, seit es Menschen gibt.
In der Zwischenzeit ist noch der Wunsch nach Macht dazugekommen.
Nun, das ist ihnen, liebe Leser, ja sicher bekannt, auch in anderen Zusammenhängen:

Steinzeit: Der Stärkere, aber auch der Schlauere gewinnt immer.

Das kann man bis heute fortsetzen, also:

Bessere Ausbildung. Es genügen ja Wenige an Schlüsselstellen und die Staaten haben berühmte Universitäten. Es kostet viel Geld dort zu studieren. In der EU gibt es genügend Staaten, wo Studium gratis ist. Mir fällt schnell nur CERN ein, wo es einen Vorsprung gibt.

Geldmittel. Zweifellos ist in den USA eine starke Konzentration vorhanden. Lesen sie in meinen 1. TTIP Blog nach.

Macht: die Verteidigungsbudgets EU und USA sagen alles.

Entscheidungsstrukturen. Die EU ist da besonders schwach.

Umweltbewusstsein. Gering bis nicht vorhanden in den USA

Sozialstandards. Vergleichsweise gut in der EU
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Das Alles zeigt Nachteile für die EU, wenn es ums Geld und andere Parameter geht.

Vermeiden wir in Abhängigkeit abzugleiten!

Nebenbei: Ich habe nicht recherchiert wie groß der Aussenhandel der Staaten und der EU eigentlich ist. Wenn es nur 10%-20% des Binnenmarktes sei, so kann man TTIP beruhigt sein lassen. Das letzte Prozent der Gier muss ja nicht abgeschöpt werden.
Es genügen die bisherigen Beziehungen.
Noch zum Investitionsschutz: Geschäft ist Risiko. Wenn jemand investiert, so gelten die lokalen Gesetze. Nicht die des Heimatlandes des Investors. Klagen im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens bei Bedingungen s.o. würde ich zulassen. Investitionen, die vor neuen Gesetzen getätigt wurden, sollen jedoch nach der gerade geltenden Lage entschieden werden. Dahinter steckt, dass normalerweise eine Investition ja ohnehin nur getätigt wird, wenn sie innerhalb weniger Jahre amortisiert ist. Für Produktionsmaschinen hatten wir max. 2 Jahre angesetzt, als Hintergrund. Grund und Boden worauf die Invest. stand ist ja nie wertlos und kann so kein Verlust sein.
Untersuchungen zu den gesundheitlichen Belangen einer Investition müssen in Zukunft viel umfassender geführt werden. Ein Beispiel: Kartoffelkraut wird totgespritzt um die Ernte einfacher zu gestalten. Geht davon es selbst oder ein Residuum des Mittels in die Frucht? Aus Vorsicht sollte ich keine Erdäpfel mehr essen? Fast unvorstellbar, aber die Frage bleibt offen.