Sinn des Lebens

Gleich vorweg: Ich habe ihn schon vor einigen Jahren gefunden.
Wenn man dann danach lebt, verändert man sich.
Jene, die an Gott glauben, ich bin seiner gewiss, haben es leichter den Sinn des Lebens zu finden.
Merkwürdigerweise muss man dabei nicht an Gott glauben. Auch Atheisten finden Sinn in ihrem Leben.

Bei Atheisten tue ich mir allerdings schwer sie zu verstehen. Da für sie die Natur keinen Verursacher hat, so ist die Natur an sich ohne Sinn. Naturgesetze sind ohne Ursache so wie sie eben sind, habe aber keinen weiteren Sinn. Also hat ihre Existenz keinen Sinn und sie müssen ihr deshalb von sich aus einen Sinn geben, der aber keinen höheren Sinn hat, außer sich selbst irgend wie darzustellen, oder weiss ich was.

Damit sehe ich Atheisten als merkwürdige Menschen an. Irgendwie, ich will niemand einschränken, sind sie es doch, nämlich begrenzt logisch. Sie können nicht beweisen ob es Gott gibt oder nicht. Da ist es doch schöner seine Existenz anzunehmen.

Gott hat mit dem Kosmos, die Natur geschaffen zu einem uns verborgenen Zweck.
Wir erkennen wir die Größe der Schöpfung. Die Atheisten die Größe der sinnlosen Natur! Muss noch nachbessern: Er hat der Natur die Möglickeit, natürlich vorausschauend, gegeben, dass wir uns entwickeln können. Es wird sicher irgendwo im Kosmos Leben auf höherer aber viel öfter niedrigerer Ebene geben. Aber sehr rar, wie ich im Artikel Gott ist! ausrechnete. Vielleicht fehlerhaft, kann sein.

Warum er uns den „Freien Willen“ erlaubt, habe ich schon erläutert.
Wenn das nicht stimmte, so wäre das „Jüngste Gericht“ eine Farce, da ja Gott sich selbst richten müsste.
Aber was sollen wir damit anfangen?

Hypothese: Ich weiss nur, dass Gott etwas von uns erwartet.

So ist eins klar. Wir sollen IHN erkennen und daraus etwas machen.
Genügt das schon als Sinn der Lebens? Ich glaube nicht.

Nun in der Natur wirkt von Anbeginn an das Recht des Stärkeren und die Menschheit handelt nicht anders.
Macht, Kraft und Intelligenz zählt!
Kann das der Sinn des Lebens sein? NEIN!

Schon sehr früh erkannten Menschen die Vorteile der Sicherheit größerer Gruppen.
Das ist heute nicht anders, gemeinsame Ziele binden aneinander.
Auf einmal gelten in Gruppen aber andere, weitere Regeln als nur das Recht des Stärkeren.
Am erfolgreichsten sind jene, die für die Wohlfahrt innerhalb einer Gruppe sorgen.
Man ist gerne in der Gruppe.
Zwischen Gruppen herrscht noch immer Macht, Kraft und Intelligenz.

Es ist nicht schwierig zu erkennen, dass die Größe einer Gruppe sehr viele Menschen umfassen kann. In weiterer Folge die gesamte Menschheit.

Eine der verborgenen Absichten könnte folgende sein:
Gott hat uns in die Welt gestellt und wir sollen dafür sorgen seine Schöpfung, incl. uns, vorsorglich zu behandeln und sie für unsere Nachkommen intakt zu erhalten.

Eine weitere mögliche Absicht wäre herauszufinden, ob die Menschheit insgesamt, es einmal schafft die Hürde „Der Stärkere behält Recht“ zu überwinden und friedvoll zusammenzuleben.
Da kann ein Einzelner nur mit gutem Beispiel voranzugehen.
An sich sehe ich viele Fortschritte, aber auch Rückfälle. Aber ich denke „das Gute“, die Liebe wie sie Jesus vorgelebt hat, wird am Ende erfolgreich sein.

So wird es noch viele Erwartungen Gottes an die Menschheit geben.

Zwischenbemerkung für die Weltuntergangsanhänger: Aus dem vorherigen Sätzen ist zu entnehmen, dass die Welt IMHO noch sehr lange bestehen wird, ehe Jesus wiederkehrt. Seine Wiederkunft steht im Übrigen auch im Koran!

Jetzt werden mich viele für einen hoffnungslosen Idealisten halten.
Na gut, soll sein. Meine Ziele ordne ich gerne den Zielen Gottes unter, so wie ich glaube, dass es sein kann. Ich weiss, dass ich nur einen Bruchteil der Absichten Gottes vielleicht erkannt habe. Mir reicht dies jedoch um für mich einen Sinn des Lebens der Möglichen zu erkennen.

Meine Erkenntnisse in Kürze:

Erkenne Gott und erfreue ihn im Sinn deiner Erkenntnisse. Gott ist groß und lässt viel zu! Nicht jeder kann oder will das.

Was du von anderen erwartest, das tue auch ihnen. Die goldene Regel, von der es sehr viele Formulierungen gibt.

Die persönliche Freiheit endet dort, wo sie die des Nächsten beschneidet.

Konflikte löse mit geringstem Risiko und Schaden.

Versuchen sie es damit!

Suche dir einen Menschen, ein Ziel, ein Projekt und sorge dich für sein Wohlergehen.
Gott wird sich freuen!

17 Gedanken zu „Sinn des Lebens

  1. Ich denke nicht, dass du da irgendwo in diskussionswürdigem Umfang falsch liegst. Allerdings würde ich behaupten, dass der Unterschied, den du siehst, nicht in der Form besteht, wie du ihn beschreibst, denn auch Theisten müssen ihrem Leben selbst einen Sinn geben. Sie benutzen dafür eben einen Gott, wir nicht.
    Du scheinst zu implizieren, dass Dinge einen objektiven Sinn haben könnten. Meines Erachtens ist das definitionsgemäß gar nicht möglich.
    Ansonsten kann ich schlecht sagen, was „Atheisten“ über die Natur denken, da Atheisten keine Glaubensgemeinschaft bilden. Wir haben nur die eine Gemeinsamkeit, dass wir an keinen Gott glauben.
    Was ich selbst über die Natur denke, kann ich dir gerne sagen, aber die Frage scheint mir doch arg breit für einen Kommentar hier. Meine Epistemologie findest du in groben Zügen hier beschrieben.

    • Wieder betrachte ich mein Leben und schließe daraus:
      Baue ich ein Haus, so hat es für mich einen Sinn. Ich frage jetzt nicht endlos weiter nach der Entscheidung zum Hausbau usw.
      So nehme ich auch einfach an, dass der Kosmos mit Schöpfer einen Sinn hat und ohne Schöpfer, nachdem nichts dahinter steckt, eben keinen. Damit ist ohne Planer = Gott alles sinnlos in letzter Konsequenz.
      Natürlich kann ich Gott nicht erklären, wie Atheisten die Natur nicht erklären können.
      Aber ich bin die ultimative Stufe weiter.

      • Ich gehe mit und erhöhe um noch eine Stufe, denn ich kann deinen Schöpfer erklären und ihm einen Sinn verleihen. Er wurde nämlich seinerseits geschaffen, von einer noch ultimativeren Entität, die ich Bert nenne.
        Ha.

      • Der Begriff Natur ist nicht nötig, um Naturwissenschaften zu betreiben, aber ein Gegenstand der Betrachtung ist vonnöten.

  2. Ja, das ist die kritische Frage. Aber ehe du Bert generierst, musst du ehrlichen Herzens erst die Herkunft der Natur erklären. Aber du bist ja Atheist, also kannst du es nicht. Auch Ha. LG Rudi

  3. Schon mal etwas von Evolutionstheorie gehört? Was gibt es erhabeneres also das Endprodukt einer Kette von Vorfahren zu sein, welcher jeder für sich der fitteste seiner Kohorte war? Das Ergebnis der besten der besten zu sein?
    Wie könnte da die Laune eines Gottes als Erklärung mehr geben?

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