SmartMeter ist smart für die Versorger


Heute im Kurier ein Artikel, siehe zitiertes Bild

smartmeter

Wir sind übrigens abgemeldet, siehe erste Spalte unten. Wehret den Anfängen kann ich nur sagen. Also ein wenig Technik.

Ein Smartmeter kann den Zählerstand auf Abfrage an den Versorger übermitteln. Übrigens wird das die Hacker freuen. Es ist von alle 15 Minuten die Rede. Damit sind, siehe fettgedruckte Spalte im Bild, neue Berechnungsmethoden für den Strompreis möglich. Denken sie zum Nutzen der Verbraucher? Ich eher zum Nutzen der Versorger wie folgt. Im Artikel ist die Rede, vielleicht nur angedacht, davon die Leitungskosten vom gemessenen Spitzenwert zu berechnen. Jetzt wird das, in Ermangelung dieser Datenquelle, über den Jahresenergiekonsum berechnet.

Der Strompreis setzt sich etwa zu je einem Drittel aus

Energiekosten

Leitungskosten

und Steuern und Abgaben  zusammen.

Ein mögliches zukünftiges Scenario: 2500 kWh in 2017 kosteten 509 =~ 510 Euro also 3 x 170 Euro

Die 2500 kWh/Jahr bedeuten je Tag etwa 7 kWh mit einer Durchschnittsleistung von etwa 300 Watt. Wenn sie das Backrohr, zwei Platten am Elektroherd und die Waschmaschine in Betrieb haben kommen sie auf eine Spitzenleistung von etwa 6000 Watt. Was, wie zu sehen, das 20-fache der Durchschnittsleitung ist.  Werden  nun die Leitungskosten von diesem Spitzenwert, der sicher länger anhält als die Abfragefrequenz von 15 Minuten, s.o., ungünstig berechnet, was ein Horrorscenario wäre, so stiegen die Leitungskosten auch auf das 20-fache also auf 3400 Euro. 

Also was werden sich die Energieversorger einfallen lassen, damit Jene, die hohe Spitzenleistungen haben, erzogen werden um ihren Spitzenverbrauch zu senken?

Das ist natürlich sinnvoll , ich bin damit einverstanden, um die Ressourcen nicht unnötig zu belasten.

Was soll also geraten werden? Haben sie genug Geld und ist Nachhaltigkeit ein Fremdwort, so kümmern sie sich nicht um das Gesagte. Sind sie Umweltorientiert, so waschen sie in der Nacht, kochen und backen nicht gleichzeitig und das außerdem dann, wenn es die Anderen Marktteilnehmer  üblicherweise nicht tun.

Ein Hacker wird natürlich nachschauen, wenn sie auf Urlaub sind!

Bin schon gespannt wie es weitergehen wird.

Ergänzung am 21. Juni 2019: Sendung in 3SAT über Cyberangriffe aufs Stromnetz als auch Smartmeter. Vorerst von White-Hat-Hackern um die Schwachstellen auszuloten: Ergebnis:

Alle Netze sind ziemlich offen und die Verantwortlichen hatten keine Ahnung von den Gefahren.

Stromnetz_Angriff

In meinem Twitter Account vom 15.Juni 2019 habe ich schon den CCC = ChaosComputerClub gebeten sich das Onlinebanking mit Smartphone vorzunehmen. Ich denke es ist genau so anfällig. Gilt nicht für Onlinebanking mit PC.

 

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