Wohin geht die Gesellschaft


Es ist gerade eine sehr interessante, wenn auch beunruhigende Entwicklung im Gange. Im Grunde ist die Frage des grenzenlosen Wachstums zu hinterfragen. Gegen jede Erfahrung wird dieses Muster, gebildete Leute sagen Paradigma dazu und reden gerne in Xenilexi *) um ihre scheinbare Bedeutung hervorzuheben, fortgesetzt.
Ein Blick in die Entwicklung der Menschheit ist immer nützlich. Einfach gesagt:

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht!

Natürlich ist die Entwicklung in verschiedenen Regionen der Erde unterschiedlich. Jedenfalls ist klar, dass diese Fragen früher oder später dort auch gelöst werden müssen.
Im Moment wollen verborgene Gruppierungen
1. An der Macht bleiben
2. Die derzeitige Ordnung bis zur Neige ausnützen und auskosten.
3. Den Einfluss von Russland zerstören. Das Land ist aber riesig und die russische Seele erträgt alles. Man hat es ja bei Gorbatschov und Jelzin vergeblich versucht.
Die Leute in Brüssel gehören nicht dazu: viel zu naiv!

Das Wohlergehen der Menschheit ist dabei egal. Die gegenwärtige Entwicklung in der Wirtschaft ist natürlich kein Zufall. Die Börsen boomen. Es kommt der Knall und schon ist ein Transferdeal gut gelungen. Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, dass jener der mehr Ressourcen zu Verfügung hat IMMER GEWINNT.

Ich muss dazu immer lachen:
Das letzte Hemd hat keine Tasche schrieb ich schon.

Übrigens ist der Gini Koeffizient für Russland, China und USA in etwa gleich schlecht.

Das war aber nur die Einleitung zur Gesellschaftsentwicklung.

Grenzenloses Wachstum ist ein Irrweg und kann von Theoretikern ad absurdum geführt werden.
Die Industrie schafft jedes Jahr Rationalisierungen von einigen wenigen Prozent. Um alle in Beschäftigung zu halten… siehe einfach den Satz vorher.

Es wird also kurz über lang in entwickelten Regionen Arbeit eine Belohnung und Rarität sein. Noch niemand denkt öffentlich über die daraus folgenden Konsequenzen nach. Nur die Spielkonsolenhersteller haben eine Antwort gefunden. Eine der Zeit entsprechende Version von Brot und Spiele.

Um also mangelnde Arbeitsplätz zu bedecken wird es wohl Olympiaden geben um Anerkennung von Leistung zu erfahren. Sonst gibt es Revolutionen.
Die will ja niemand. Aber es gibt beunruhigende Zeichen. In Sao Paulo besuchte ich einen ehemaligen Kollegen, der in einem bewachten Bereich wohnt. Aber das habe ich an anderen Orten auch schon wahrgenommen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit in vielen Bereichen Anerkennung zu finden. Z.B. wer hat die beste APP im letzten Sommer geschrieben. Oder Bildung weiterzugeben. Natürlich ehrenhalber.
Güter wird es genug geben. Werden ja von Maschinen erzeugt, die keinen Lohn verlangen. Damit sind Auserwählte mit Arbeit im klassischen Sinn gefragt. Ich will nicht alles bin zum Ende durchdenken, aber so wird es wohl unvermeidlich so kommen.

Aber seien sie nicht traurig. Lesen sie meinen ganz ersten Thread. Es kommt so. Darum muss man das planen. Aber das will noch niemand tun! Im Verborgenen geschieht das schon. Sicher! Aber nicht zum Wohl der Allgemeinheit.

Auch NGO’s wie z.B ATTAC sagen wenig. Oder ich hab nicht aufgepasst.
Dallinger schau runter!

*) Was ist denn ein gutes Fremdwort für Fremdwort? Xenilexi ist ja nur griechisch

9 Gedanken zu „Wohin geht die Gesellschaft

  1. „…dass jener der mehr Ressourcen zu Verfügung hat IMMER GEWINNT.“
    Sollte das nicht heißen: …wer die Macht hat sie auszubeuten? Das ist nicht dasselbe.
    Übrigens, das Malthus’sche Weltbild war schon redundant bei seiner Promulgation, wie so manche anderen solcher ökonomischen doomsday Vorraussagen. Wahrscheinlicher scheint das evolutionäre Ende der Menschen nach Ernst Mayr.
    Grüße

    Herrn Mayr kenne ich noch nicht, werde mich schlau machen.

    • Ich bin mit Mayr nicht ganz einig, nur auf die Schnelle. Meine Ansicht ist im Artikel über „Leben“ schon promulgiert HA! Hast mir was beigebracht.
      Natürlich sind einmalige Ereignisse verändernd, aber basierend auf Naturgesetzen.
      Übrigens plane ich ein Thema über Mathematik. War diese vor Allem da?

      • Danke für Ihre nette Antwort. Mayr war natürlich ein überaus produktiver Gelehrter und dachte auf vielen Gebieten. Dass wir uns richtig verstehen, auf was ich mich beziehe, ist seine Ansicht über Dauer der Arten. Ich zitiere (aus einem Vorwort von Chomskys „Hegemony or Survival“):

        „Mayr schätzte die Anzahl der Spezies seit der Entstehung des Lebens auf ca. 50 Milliarden. Wobei eine einzige die Intelligenz erlangte, die für die Gründung einer Zivilisation vor ca. 100.000 Jahren erforderlich war. Es wird generell angenommen, dass nur eine kleine Zucht-Gruppe überlebte, von der wir alle die Nachfolger sind. Mayr spekulierte, dass die menschliche Form einer intelligenten Organisation nicht durch die Selektion begünstigt wird. Die Geschichte des irdischen Lebens widerlegt die Behauptung, dass es besser sei schlau zu sein als dumm – wenigstens gemessen am biologischen Erfolg: Käfer und Bakterien, z.B., sind weitaus erfolgreicher als der Mensch im Bezug auf das Überleben. Er machte die ziemlich ernüchternde Beobachtung, dass die durchschnittliche Lebenserwartung einer Spezies ca. 100.000 Jahre ist.“

        „…Übrigens plane ich ein Thema über Mathematik. War diese vor Allem da?“ Bitte erläutern Sie, meinen Sie als Teil menschlicher Ratio?
        Bitte geben Sie mir auch den Link zum Artikel „Leben“.

        (P.S. Mayrs Hauptwerk ist „Animal Species and Evolution“ 1963. Sicher gibt es auch eine Übersetztung.)

  2. @alphachamber: Hier der Basislink
    https://aeerde.wordpress.com/2012/08/11/leben-und-unordnung/
    Es gibt noch 3 Artikel in den folgenden Monaten „Wie das Leben entstand“
    https://aeerde.wordpress.com/2012/09/11/wie-das-leben-entstand/
    und Ergänzungen II und III.

    Die Frage der Mathematik an sich ist für mich noch sehr verwirrend.
    Hat sich Gott der Mathematik unterworfen? 1+1=2 oder nicht?
    Hängt es nur von unserer Logik ab und ist dies die Basis der Mathematik?
    Man wird sehen, ob sich der Nebel für mich lichtet!

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