Salzburg das Zockerland ?


Früher hatten ja Salzburger den Spitznamen „Stierschneider“ zu sein. Wie sie dazu kamen, entzieht sich meiner Kenntnis. Jetzt sind halt einige Salzburger zu Zockern geworden, die Steuergeld in Derivaten anlegen.

Derivate sind ja nicht schlecht, wie z.B. die Absicherung des Ernteertrages in den USA, die an der Getreidebörse in Chikago schon lange gehandelt wurden und werden. Der Farmer hatte damit die Garantie, dass er mit dem geplanten Ertrag in US$ rechnen konnte. Das Risiko war auf die Zocker abgewälzt.

Jene, die auf wenig Ernte gewettet hatten, verloren mehr als ihren Einsatz wenn die Ernte gut war.
Jene, die auf großen Ertrag gewettet hatten, haben dieses Jahr Glück gehabt.
Es hätte ja auch anders kommen können. Das ist das Prinzip der Derivate.
Natürlich sagt man nicht gewettet sondern spekulieren oder auch setzen usw.

In der Zwischenzeit werden sehr viele Derivate, wie etwa Zinswetten von den Banken angeboten.
Im Gegensatz zum gut nachvollziehbaren Ernterisiko, geht es nicht um ein Wirtschaftsgut, sondern um bedrucktes Papier, dem man einen Wert zumisst, aber nichts an der wirtschaftlichen Lage eines Raumes ändert.
Bei Zinswetten oder ähnlichen Produkten, die die Banker aus dem Hut ziehen, geht es nur darum jemandem Geld abzujagen, ohne dass ein Wirtschaftsgut dahintersteht.
Oft wird aber ein Wirtschaftsgut zur Besicherung gewählt. Wenn aber dann der Wert der Besicherung, auf Grund der Marktbeeinflussung durch die wenigen Geldmächtigen sinkt, kommen selbst große Banken in Probleme. Erinnern sie sich an 2008?

Wer anderen Geld abjagen will. so sollen sie es mit ihrem Geld versuchen. Es gehört verboten ungefragt das Geld von kleinen Leuten dazu zu verwenden.
Die Gründung von reinen Spekulationsbanken wäre vorteilhaft.

Zurück zu Salzburg. In den Tageszeitungen ist zu lesen, dass sogar mit geborgtem Geld gezockt wurde.
Ob das stimmt weiss ich nicht. Aber das wäre ja ident mit dem Verhalten eines Spielers im letzten Stadium, der glaubt seine Verluste doch noch zurückgewinnen zu können.
Früher haben sich die Leute ja noch vor dem Spielkasino erschossen. Heute, es war ja nicht ihr eigenes Geld, wird drüber hinweggegangen, da ja eh der Steuerzahler dafür gerade steht.

Irgendwo auf meiner Seite steht ja schon dass jene, die über höhere Ressourcen verfügen, auf lange Sicht immer gewinnen. Also wer will gegen Banken gewinnen? Sie verdienen immer, vom Gewinner UND vom Verlierer.

Politiker sind keine Experten in Finanzprodukten. Aber sie sind, scheints nur in Salzburg?, ebenso keine Experten in Organisation. Aber es kann auch gewollt gewesen sein die Verantwortung so zu organisieren um Schuld abwälzen zu können, falls etwas passiert.

Wenn das Vieraugenprinzip für die Geschäfte in Salzburg geplant war, so hatte ein Untergebener der Dame auch zu unterzeichenen, so liest man. Das hat riesige Vorteile. Die ganze Organisation oberhalb der Dame, hat sich darauf verlassen, ohne Kontrolle, dass schon alles in Ordnung sein wird.

Dann sind alle überrascht. Aber so einfach kann es nicht gewesen sein. Man liest von zusätzlichen Ratgebern für die Dame. Die sind aber sicher von den Oberen zugeteilt worden, weil wahrscheinlich die Gewinne ausblieben.

Fazit: es haben alle immer alles gewusst, tun aber ahnungslos.
Sollen sie wirklich ahnungslos sein so gehören sie nicht an diese Position.

Aber in der Politik wird nicht nach Können, sondern oft nach bravem Verhalten besetzt.
Wie geeignet der Vorgesetzte der Dame für die Zinswetten war, weiss ich nicht, aber im TV war er völlig ahnungslos, was da los war.
Die Frau Landeshauptmann für die nächste Wahl, in Ermangelung eines geeigneteren Kandidaten, wieder aufzustellen?
Na gut, eine zweite Chance soll jeder haben. Mir war und ist sie zumindest sehr sympathisch.
Für mich ist die Workaholicdame jedenfalls jene, die die geringste Schuld trägt.

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